Ein unterhaltsamer Abend mit ernstem Hintergrund

Ein unterhaltsamer Filmabend, der zum Nachdenken anregte: Am Donnerstag, 22. Oktober 2026, kamen von 17:00 bis 19:30 Uhr rund 40 Besucherinnen und Besucher im Rahmen des Filmfestivals der Generationen 2026 an unserer Schule zusammen. Gezeigt wurde die französische Komödie „Es sind die kleinen Dinge“, die mit viel Humor und Einfühlungsvermögen ernste gesellschaftliche Themen aufgreift.

Im Mittelpunkt des Films steht der 65-jährige Émile, der weder lesen noch schreiben kann. Als er beschließt, dies endlich zu ändern, nimmt er kurzerhand am Unterricht einer kleinen Dorfschule teil. Was zunächst für einige Verwirrung sorgt, entwickelt sich zu einer berührenden Geschichte über Mut, gegenseitige Unterstützung und die Erkenntnis, dass es zum Lernen nie zu spät ist.

Wie sehr Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben den Alltag und die gesellschaftliche Teilhabe erschweren können, wurde auch in der anschließenden Gesprächsrunde deutlich. Eine Legasthenietherapeutin griff dabei verschiedene Aspekte rund um Analphabetismus und Legasthenie auf, beantwortete Fragen und ergänzte die Eindrücke aus dem Film um eine fachliche Perspektive. Dabei wurde auch deutlich, dass Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben nicht nur die Schulzeit betreffen, sondern Menschen auch im Erwachsenenalter spürbar begleiten können.

Auch eine Schülerin unserer Schule beteiligte sich an der Gestaltung des Abends: Lena Mierzwa aus der 8. Klasse hatte eigens ein Plakat zum Thema erstellt.

Ein herzliches Dankeschön gilt unserer Offenen Ganztagsschule (OGS), die mit viel Engagement die Organisation und Bewirtung übernahm. Die leckeren Speisen und die angenehme Atmosphäre trugen wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Der Filmabend verband Unterhaltung mit einem ernsten gesellschaftlichen Thema und bot Raum für Begegnungen und Gespräche zwischen den Generationen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, Menschen mit Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben mit Verständnis zu begegnen und ihnen Möglichkeiten zur Teilhabe zu eröffnen.

Plakatvorstellung im Rahmen der Diskussionsrunde nach dem Film